mit „Inside Abenteuer“ geht es dieses Mal auf die Rennstrecke – dorthin, wo aus Auto-Träumen echte Fahrabenteuer werden. Lamborghini, Porsche 911 GT3, Audi R8 oder Mercedes AMG: Bei der Young Driver Experience von Jochen Schweizer sitzen Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren schon vor dem Führerschein selbst am Steuer eines Supersportwagens.
Klingt gewagt? Tatsächlich baut dieses neue Erlebnis aber auf klare Regeln und einem Sicherheitskonzept auf, das ganz genau auf diese junge Zielgruppe zugeschnitten ist. Gefahren wird ausschließlich auf abgesperrter Rennstrecke. Im Auto sitzt immer ein erfahrener Instruktor, der nicht nur coacht, sondern über ein speziell entwickeltes Doppelpedalsystem jederzeit eingreifen kann. Möglich macht das Steve Mizera, ehemaliger Motorradrennfahrer, Unternehmer und langjähriger Erlebnispartner von Jochen Schweizer. Gemeinsam mit seinem Team hat er ein Format entwickelt, das jugendlichen Fahrspaß auf der Rennstrecke mit einem klaren Sicherheitsrahmen verbindet. Und für ihn ist dieses Erlebnis auch ein Stück seiner eigenen Geschichte.
Vollgas, aber mit Kontrolle
Bei aller Faszination für Geschwindigkeit und Supersportwagen wird hier rein gar nichts dem Zufall überlassen. Gefahren wird ausschließlich auf abgesperrten Rennstrecken. Kein Gegenverkehr, keine Radfahrer, keine plötzlich ausschwenkenden Lieferwagen, keine Bäume am Fahrbahnrand. Stattdessen wird auf klare Abläufe, professionelle Betreuung und Präzisionsarbeit gesetzt. Vor dem Start erhalten die Jugendlichen ein ausführliches Briefing. Später im Fahrzeug sitzt immer ein erfahrener Instruktor, der nicht nur coacht, sondern dank Doppelpedalsystem auch jederzeit eingreifen kann. Dazu kommen technisch exakt vorbereitete Fahrzeuge, regelmäßige Wartung und ein perfekt getimter Ablauf, denn hier wird nichts dem Zufall überlassen. Gerade für Eltern dürfte genau das der entscheidende Punkt sein. Denn hinter der Young Driver Experience steckt kein unkontrollierter Adrenalinkick, sondern ein durchdachtes Sicherheitskonzept. So erleben Jugendliche echtes Rennstreckenfeeling – klar begleitet und trotzdem mit jeder Menge Fahrspaß und Nervenkitzel.

Warum Jugendliche die besseren Fahrer sind
„Die meisten Jugendlichen fahren deutlich besser und konzentrierter als gedacht”, betont Steve. Der Grund dafür ist recht einleuchtend: Junge Fahrer:innen kommen meist ohne Routine-Arroganz. Sie hören zu, sie setzen Anweisungen um und sie diskutieren weniger. Steve beschreibt sie als aufmerksam, lernbereit und egofrei. Erwachsene dagegen ruhen sich oft auf ihrer jahrelangen Straßenerfahrung aus und sind beratungsresistent – genau das kann auf der Rennstrecke zum Stolperstein werden.
Spannend sei auch, wie souverän viele Jugendliche mit einer Situation umgehen, die für sie gleichzeitig hoch emotional ist. Denn natürlich geht es nicht nur um Ideallinie, Bremspunkt und Anweisungen des Instruktors, sondern auch um die Sportwagen selbst. Genau das merkt man vor Ort. Laut Steve wird dann vor dem Einsteigen schon einmal geschluckt, gezittert, geschwitzt. Und am Streckenrand stehen Eltern, die kaum glauben können, wie konzentriert ihr Sohn oder ihre Tochter plötzlich über die Strecke fährt. Für Steve liegt genau darin einer der wertvollsten Momente des Erlebnisses: Jugendliche erleben sich in einer Rolle, die ihnen im Alltag oft noch nicht zugetraut wird.

Vom Rennstreckenkind zum Unternehmer
Steves eigene Begeisterung für Motorsport begann früh. Schon als kleiner Junge war er mit seinem Vater, der ehrenamtlich als Rennmechaniker arbeitete, an Rennstrecken unterwegs. Die Atmosphäre dort habe ihn sofort gepackt – der Lärm, der Geruch, die Wucht der Maschinen. „Ich habe eine totale Konnektivität zu allem, was schnell ist, was nach Motor stinkt und was laut ist.”
Dem eigenen Traum, Motorsportprofi zu werden, selbst nachzugehen, war für ihn damals allerdings noch nicht möglich. Aufgewachsen in der DDR spricht Steve über eine Zeit, in der vieles nicht möglich und auch knapp war, man aber gelernt hat, aus wenig viel zu machen. „Das hat uns zusammengeschweißt.” Die Faszination am Rennsport hat ihn jedoch nie losgelassen. Steve machte aus wenig viel, baute nach der Wende gemeinsam mit Freunden ein eigenes Motorsportprojekt auf, suchte Sponsoren, kämpfte sich in eine hochkompetitive Branche und wurde 2011 Vizeweltmeister in der Motorrad-Langstrecke. Rückblickend sei dabei nie nur Talent entscheidend gewesen, sondern vor allem mentale Haltung. „Bevor du das Rennen gewinnst, musst du im Kopf schon gewonnen haben – das ist das Wichtigste.”

Full Circle Moment: Vom Kindheitstraum zum echten Erlebnis
Dass Steve ausgerechnet dieses Erlebnis entwickelt hat, ist kein Zufall. Für ihn schließt sich mit der Young Driver Experience ein persönlicher Kreis – quasi ein Full Circle Moment. Was Jugendliche heute auf abgesperrter Strecke erleben können, war für ihn selbst in jungen Jahren unerreichbar. „Ich sehe immer noch den kleinen Jungen, der seinen Traum damals eben nicht so einfach ausleben konnte.”
Die Young Driver Experience ist für Steve nicht einfach ein Produkt im Portfolio, sondern eine echte Herzensangelegenheit.

Das Erlebnis bei Jochen Schweizer
Die Young Driver Experience ist über Jochen Schweizer buchbar und richtet sich an Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren. Gefahren wird – je nach Paket und Standort – in verschiedenen leistungsstarken Sportwagen, darunter Lamborghini, Porsche, Audi R8 und Mercedes-AMG. Alle Fahrten finden auf abgesperrten Rennstrecken statt, begleitet von professionellen Instruktoren und mit speziell abgesicherten Fahrzeugen inklusive Doppelpedalsystem.
Die nächste Ausgabe von „Inside Abenteuer” folgt im Mai.







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